The captivated gaze

Light, colors, shapes – everything has its own unique luster. The gaze is rapt, immersed; the observer holds their breath. Silence – and then suddenly twinkling eyes; an awakening; breathing resumes. Was it a dream? Did I lose myself in the act of seeing?

My artistic works revolve around belief, the act of seeing and the gaze. 

I view art as less about the production of something identically new, and much more about the appreciation of that which already exists, but which we haven’t yet consciously noticed. In my view, conscious appreciation means realizing when something is looking at us – looking back at us. 

Even if it’s only a small stone in my hand; if I pick it up, I have a stone. If I put it down, it becomes a symbol and, finally, words and language. 

My approach reflects the work of Walter Benjamin. According to Benjamin, what makes an artwork special is its uniqueness, its ritualistic character and its embeddedness in the here and now. This principle is intrinsic to all objects, but is destroyed through reproduction.

This principle, this aura, is first and foremost inherent in natural things. And this was the starting point for my work with stones. I’m interested in the interaction between nature and artistic objects. Does the aura change when I rearrange natural things or contrast them with other situations? Or is it not more likely that this aura, that which makes something special, was always present in potentiality – but my rearranging was necessary to make it appreciable to others?

Der packende Blick

Licht, Farben, Formen – von allem geht ein Schimmer aus. Versunken und vertieft ist der Blick, der Atem hält an. Stille – und plötzlich ein Erwachen durch das Zwinkern der Augen, es atmet wieder. War es ein Traum? Habe ich mich im Sehen verloren?

Meine Fragen zur Kunst kreisen um Glauben, um Sehen, um den Blick. 

Ich sehe die Kunst weniger in der Herstellung von etwas identisch Neuem, als vielmehr in der Wahrnehmung des schon Vorhandenen, jedoch nicht bewusst Wahrgenommenen. Bewusst wahrnehmen heisst in meinen Augen: Erkennen, wenn uns etwas anblickt – zurückblickt. 

Auch wenn es nur ein kleiner Stein ist, der in meiner Hand liegt; hebe ich ihn auf, habe ich einen Stein. Lege ich ihn hin, so wird er zum Symbol und nicht zuletzt zu Wort und Sprache. 

Mein Ansatz ist bei Walter Benjamin zu sehen. Nach Benjamin zeichnet sich das Spezielle eines Werks durch seine Einzigartigkeit, seinen Ritualcharakter ab, und sein Verankertsein im Hier und Jetzt. Es ist ein allen Gegenständen innewohnendes Prinzip, das aber durch die Reproduktion zerstört wird.

Diese Aura, dieses Prinzip ist vor allem auch Naturdingen eigen. Und hier setzt meine Steinarbeit an. Was mich interessiert, ist die Schnittstelle zwischen Natur und Kunstobjekt. Verändert sich die Aura, wenn ich Naturdinge neu ordne oder diese anderen Situationen gegenüberstelle? Oder ist es nicht viel eher so, dass dieses Spezielle immer schon Potenzial war, und dass mein Anrichten dieses für die Wahrnehmung anderer erst erfahrbar macht?